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Kaffeevollautomat4you

News & Empfehlungen von Kaffeevollautomaten

Die Entstehung der ersten Kaffeevollautomaten bringt den Kaffegenuss in jeden Haushalt

Früher bereitete man Kaffee von Hand. Der Halter für den Kaffeefilter wurde auf die Kaffeekanne gesetzt, die passende Filtertüte eingelegt, die entsprechende Menge Kaffeepulver eingefüllt und das Ganze mit sprudelndem Wasser aufgegossen. Der frische Kaffee lief in die Kanne und von oben wurde so lange Wasser nachgefüllt, bis die entsprechende Menge erreicht war.

Doch der Fortschritt ließ nicht lange auf sich warten. Die erste Kaffeemaschine baute ein Franzose namens Laurens in Paris. Das war im Jahr 1818. Diese basierte auf einem Filter-System. Ein Deutscher bemühte sich ebenfalls um Platz 1 der Kaffeemaschinenerfinder. Hermann Eicke konzipierte die sogenannte Kippdampfdruckkanne. Beide Erfinder stritten sich um den Titel „Erfinder der ersten Kaffeemaschine der Welt“. Das erste deutsche Gerät konnte man sich folgendermaßen vorstellen:

Auf einem Spiritusbrenner war ein Kaffeekocher aus Metall angebracht. Der Spiritusbrenner wiederum war auf einem Porzellanfuß mit einer Porzellankanne befestigt, in die der aufgebrühte Kaffee fließen konnte. Nachfolgende Geräte wurden diesem sogenannten Perkolator nachempfunden, jedoch wurde der Wasserdampf durch ein Sieb gedrückt. Allerdings wurde hier die Brühtemperatur zu hoch.

Seit 1954 der Grundstein für die erste richtige Kaffeemaschine

1954 kam dann die erste „richtige“ Kaffeemaschine auf den Markt – der Wigomat. Patentieren ließ sie sich Gottlob Widman als erste moderne Filterkaffeemaschine. Die italienischen Erfinder beanspruchten für sich die Erfindung der sogenannten Siebträgermaschinen, doch viele traditionelle Geräte gehen auch auf den Erfinder Otto Bengtson aus Berlin zurück.

Die Ansprüche an Design und Funktion stiegen und schließlich war die als Wigomat patentierte Kaffeemaschine auch die erste, die farbige Designteile verwendete und Glastanks einführte. Das überzeugte potenziellen Käufer. Auch heute noch arbeiten diese Geräte mit Steigrohr und Heizplatte.

Der große Durchbruch für Filterkaffeemaschinen kam in den 1970-er Jahren. Da es vergleichsweise lange dauert, mit einer solchen Kaffeemaschine eine einzelne Tasse Kaffee zuzubereiten, konzipierte man die heute üblichen Pad- und Kapselmaschinen, mit denen die Zubereitung wesentlich schneller vonstattengeht (Kaffeehalbautomaten). Die Design- und Funktions-Auswahl am Markt ist groß, doch auch die gute alte Kaffeemaschine ist heute noch zu finden. Ihr Vorteil: Es fällt bei der Kaffeezubereitung kaum umweltbelastender Müll an.

Die Entstehung der ersten Kaffeevollautomaten-endlich ist es soweit

Die Idee des ersten Kaffeevollautomaten wird dem Schweizer Arthur Schmed aus Rüdi am Züricher See zugeschrieben. Eigentlich wollte er als Ingenieur lediglich eine defekte italienische Espressomaschine wieder zum Laufen bringen, was ihm auch gelang.

Doch ein Gedanke ließ ihn nicht los: So ein Espresso sollte doch für alle auf Knopfdruck möglich werden. Sein Ziel: Eine solche Maschine sollte klein und kompakt sein. Guten Kaffee auf Knopfdruck sollte sie liefern, doch sollte der schmecken wie in Italien. So entstand die Idee zum ersten Kaffeevollautomaten für jedermann.

Nach zwei Jahren war der erste Prototyp fertig – und niemand interessierte sich dafür. Hersteller von Haushaltsgeräte in ganz Europa drehten Arthur Schmed den Rücken zu. Die Fachleute waren sich einig: Der Markt brauchte keinen Kaffeevollautomaten. Doch Schweizer sind hartnäckig und so tat sich Arthur Schmed mit seinem Kollegen Zappella zusammen (es war seine Espressomaschine, die er repariert hatte) und wurde bei Willi Nauer, Eigentümer des Schweizer Unternehmens Solis, vorstellig.

Es brauchte vermutlich erst einen Grappa, bevor er es wagte, seinen Prototypen dem Unternehmer vorzustellen, schließlich wurde dieser schon europaweit abgelehnt. Doch Nauer war nicht abgeneigt und so konnte die Weiterentwicklung des Kaffeevollautomaten finanziert werden.

Drei Jahre später war dann der erste Automat serienreif.

Die Firma Saeco (Sergio, Arthur e compagnia) wurde gegründet und produzierte ausschließlich Vollautomaten

1985 durfte auch die Weltöffentlichkeit am Erfolg teilhaben. Das brachte dem Unternehmen so viele Bestellungen ein, dass die Lieferzeiten sich auf ein halbes Jahr hinzogen. Doch das hielt Kunden nicht von der Bestellung ab. Saeco produzierte Tag und Nacht, stockte schließlich noch das Personal auf.

Nach dem Verkauf des Unternehmens Saeco verschlechterte sich die Qualität der Kaffeevollautomaten in einem Ausmaß, dass dieses vor dem Ende stand. Man bot es seinen alten Besitzer wieder an und so waren die alten Eigentümer auch die neuen Eigentümer – die Qualität war gerettet.

Auch der Einzug von großen Kaffeevollautomaten in die Gastronomie ließ nicht lange auf sich warten. Die mittlerweile zahlreichen Hersteller reagierten schnell auf die Kundenwünsche und so brachten die Maschinen neben Espresso auch Cappuccino und Latte Macchiato zustande.

Aus dem Alltag ist der Kaffeevollautomat kaum noch wegzudenken. Eine Kaffeemaschine mit frisch gemahlenen Kaffeebohnen produziert verschiedene Kaffeearten – ganz nach den Vorlieben der Benutzer. Wenn das keine Sensation ist. Arthur Schmed bekäme ganz sicher große Augen.

 

Titelbild: © Depositphotos.com/Robert Churchill